FREIE WÄHLER Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. | Home arrow Presse arrow Presseerklärung vom 05. Juli 2012

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Presseerklärung vom 05. Juli 2012 Drucken

Freie Wähler stärken Kompetenz für erneuerbare Energien
Die Umsetzung des vom Kreistag beschlossenen Klimaschutzkonzeptes wird ein Schwerpunkt in der künftigen Fraktionsarbeit sein. Deshalb hat sich die Fraktion der Freien Wähler entschlossen für die künftigen Diskussionen die notwendige Fachkompetenz zu stärken.

 

Vor diesem Hintergrund besuchte die Fraktion der Freien Wähler mit Unterstützung der Fraktion Bürger für Bürger aus Kürten vergangenen Samstag den Bürgerwindpark Hilchenbach im Rothaargebirge. Ziel war es, sich aus erster Hand Informationen hinsichtlich Technik, Wirtschaftlichkeit und Umsetzung des Projektes von der Planung bis zur Inbetriebnahme zu erhalten. 

Im Windpark Hilchenbach werden fünf Anlagen mit je 2 Megawatt Leistung betrieben und im Jahr werden rund 22 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugt. Dabei werden ganz nebenbei rund 21.000 Tonnen CO² p. a. eingespart. Die Anlagen sind in der Lage ca. 6.700 Haushalte (entspricht etwa der Gemeinde Odenthal) mit Strom zu versorgen. Die Einspeisung in Netz zum Verbrauch in der Region erfolgt komplett ohne Überlandleitungen. Auch dies sieht die Fraktion als zukunftsweisend an. Die regionale Stromerzeugung vor Ort erspart teure Stromautobahnen und bietet den Kommunen und den Bürgern sinnvolle Beteiligungsmöglichkeiten. Die Eigentümer des Bürgerwindparks sind Privatpersonen, die überwiegend aus der Region Hilchenbach kommen. Aufgrund der hohen Akzeptanz in der Bevölkerung und des großen Erfolgs des bereits bestehenden Windparks sind dort weitere Windkraftprojekte geplant.

"Der Besuch hat bestätigt, wie richtig unsere Ansätze aus unserem damaligen Antrag zum Klimaschutzkonzept waren, z. B. auch auf Windkraft zu setzen, die Bürgerinnen und Bürger vor Ort frühzeitig einzubinden und die Windkraftanlagen mit möglichst hoher Leistung in Konzentrationsgebieten zusammen zu fassen", so der Fraktionsvorsitzende Werner Conrad. "Dies waren – neben der Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg - ganz entscheidende Faktoren bei der Realisierung des Bürgerwindparks. Es gilt auch hier "Betroffene zu Beteiligten" machen." Allerdings müsse jeder Bürger die Veränderung des Landschaftsbildes gegen die sehr positive Umwelt- und Klimaschutzwirkung des Windstandortes sorgfältig und emotionslos abwägen.

Erstaunlich ist aus Sicht der Freien Wähler die Tatsache, dass im Rahmen des Planungs- und Genehmigungsverfahrens der Natur- und Artenschutz zeitweise höher als der Klimaschutz seitens der zuständigen Behörden oder Naturschutzverbände eingestuft wurde. "Für uns völlig unverständlich, denn ohne Klimaschutz gibt es zwangsläufig keinen Natur- und auch keinen Artenschutz.", führt Jan Paas aus, der Mitglied im Zukunftsausschuss des RBK ist. "Dies zeigt uns aber deutlich, dass auch zu dieser Thematik alle Beteiligten frühzeitig eingebunden werden müssen". Alle angeführten Bedrohungen des Naturraumes haben allerdings einer abschließenden Überprüfung nicht stand gehalten.

Vor dem Hintergrund der Wirtschaftsförderung im RBK hat der Besuch auch gezeigt, dass die regionale Wertschöpfung durch erneuerbarer Energien nicht außer acht gelassen werden darf. Neben den Steuereinnahmen für die Kommunen und der Gewinnausschüttung an die beteiligten Bürger, erhalten auch die regional ansässigen Firmen die Möglichkeit Aufträge für die Erstellung und den späteren Betrieb der Windkraftanlagen zu generieren.

"Der Besuch war ein voller Erfolg", so Klaus-Dieter Ziepke, der Vereinsvorsitzende der Freien Wähler im RBK und Kreistagsmitglied. "Mit den gesamten Informationen, die wir insgesamt vor Ort zu allen wichtigen Teilthemen erhalten haben, können wir nun gestärkt in die Fachdiskussionen eintreten."


gez.
Werner Conrad
Fraktionsvorsitzender
Freie Wähler im RBK