FREIE WÄHLER Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. | Home arrow Presse arrow Presseerklärung vom 25. August 2012

Das Wahlgebiet

 Der Rheinisch-Bergische Kreis

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Presseerklärung vom 25. August 2012 Drucken

Stellungnahme zum Artikel „Zehn Windräder sind realistisch“
Als Mitglied des Zukunftsausschuss ist es für mich unverständlich, dass gerade der Vorsitzende Uwe Packendorf mit der Aussage „maximal zehn Windräder fürs Kreisgebiet“ eine Zahl in die Köpfe der Bevölkerung quasi zementiert, die im Nachhinein nur schwer zu revidieren sein wird, sofern doch mehr Windkraftanlagen möglich sind. Der letzte Besuch eines Winkkraftparks im Rothaargebirge hat den Freien Wählern gezeigt, dass in einem einzigen Gebiet im Wald durchaus fünf Windräder Umwelt- und Naturfreundlich arbeiten und akzeptierter Bestandteil des Landschaftsbildes sein können.

 

Es bleibt also abzuwarten, wie viele geeignete Standorte für das Kreisgebiet lokalisiert werden. Dabei sollten auch durchaus mögliche gemeinsame Flächen mit anderen Kreisen (z.B. des Obergischen Kreises) miteinbezogen werden. Erst dann sollte ergebnisoffen über Stückzahlen geredet werden.

Nur eines steht bereits jetzt fest: nach heutigem Stand der Technik schaffen wir die Energiewende nicht ohne die ausreichend Nutzung der Windkraft. Dies belegt ausdrücklich die gerade vom Land Sachsen-Anhalt vorgelegte aktuelle Energiestudie, die aufzeigt, wie wichtig Windkraft im Gesamtkonzept für erneuerbare Energien ist. Wir halten deshalb den Zeitpunkt eine solche Aussage für absolut verfrüht.

Absolut richtig ist hingegen, dass wir besonders für Windkraftanlagen eine breite Akzeptanz schaffen müssen. Die Nutzung des Windes sollte in unserer Kulturlandschaft genau so selbstverständlich sein wie die Nutzung des Waldes durch die Forstwirtschaft oder die des Bodens durch die Landwirtschaft. Es ist die Aufgabe von Verwaltung und Politik, den hohen Umwelt- und Arbeitsmarktnutzen und in Abhängigkeit von den Betreibermodellen die lokale Wertschöpfung aufzuzeigen. Nur so können wir unsere Bürger „mitnehmen“.

Für unsere Kinder und Enkelkinder werden Windräder die natürlichste Sache der Welt sein, schlicht und einfach, weil sie damit aufwachsen.

gez.
Jan Paas
Fraktion FREIE WÄHLER im RBK
Mitglied im Zukunftsausschuss