FREIE WÄHLER Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. | Home arrow Die Gruppe arrow Anträge / Anfragen arrow Antrag zum TOP Beratung und Beschlussfassung über den Entwurf der Haushaltssatzung...

Das Wahlgebiet

 Der Rheinisch-Bergische Kreis

lage_bergkreis_1.gif
Unabhängige Wählergemeinschaften 

Antrag zum TOP Beratung und Beschlussfassung über den Entwurf der Haushaltssatzung... Drucken

An den
Landrat des Rheinisch Bergischen Kreises
Herrn Dr. Hermann-Josef Tebroke
Am Rübezahlwald 7
51469 Bergisch Gladbach

20. November 2016

Antrag zum TOP "Beratung und Beschlussfassung über den Entwurf der Haushaltssatzung und ihrer Anlagen für das Haushaltsjahr 2017" für die Sitzung des Kreistages am 08.12.2016.


hier: "Bei der Neubeschaffung von PKW des RBK sollen ausschließlich reine E-Fahrzeuge in die Auswahl kommen".

Sehr geehrter Herr Dr. Tebroke,
die Gruppe der FREIEN WÄHLER beantragt in der Kreistagssitzung am 8.12.2016 folgenden Beschluss zu fassen:

Bei künftigen Neubeschaffungen von PKW des RBK sollen ausschließlich reine E-Fahrzeuge in die Auswahl kommen. Ausnahmen sind bei Mangel an langstreckentauglichen Fahrzeugen zu begründen. Im Rahmen der Fassadensanierung und der geplanten Aufstockung des Kreishause ist zu prüfen, ob auf den Dachflächen des Kreisgebäudes eine Solaranlage installiert werden kann, die u.a. die Versorgung dieser Fahrzeuge mit „eigenem Ökostrom“ gewährleisten kann.

Begründung:


Es ist unter dem Gesichtspunkt der Ressourcenschonung inzwischen allgemein akzeptiert, dass Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb im Bereich der Kurz- und Mittelstrecken gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu bevorzugen sind. Dem wird u.a. durch eine entsprechende Förderung durch die Bundesbehörden Rechnung getragen. Die allgemeinpolitische Diskussion in Deutschland wie international bewegt sich in Richtung einer abnehmenden Akzeptanz von PKW mit Verbrennungsmotoren bis hin zu Zulassungsbeschränkungen wie sie jetzt schon in einzelnen Regionen Chinas vorliegen oder vor dem Hintergrund Feinstaubproblematik zum Beispiel in Düsseldorf zur erwarten sind.

Es kann davon ausgegangen werden, dass die Fahrstrecke der kreiseigenen Fahrzeuge zu mehr als 50 % unter den ca. 200 km liegt, die ein rein elektrisches Fahrzeug ohne Nachladen zurücklegen kann. Die Funktionsfähigkeit des kreiseigenen Fuhrparks würde dadurch also in keiner Weise eingeschränkt.

Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wäre hervorzuheben, dass die eigene Ladestation besser ausgelastet wird und die Betriebskosten der betroffenen PKW unabhängig von Treibstoffpreisen im Bereich der 20-jährigen Abschreibung liegen. Zudem dürfte die Solaranlage wegen des zyklengleichen Verbrauchsprofils eine deutliche Einsparung bei den Stromverbrauchskosten erbringen. Es sei in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam gemacht, dass namhafte Discounter sämtliche Dachflächen mit einer solchen Solaranlage versehen.

Im Wesentlichen wird hier dem Gedanken Rechnung getragen, dass die öffentlichen Verwaltungen eine Vorbild- und Vorreiterfunktion in Fragen von anerkannter Relevanz ausüben sollten. Selbst wenn eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsrechnung derzeit Nachteile gegenüber PKW mit herkömmlichem Antrieb ausweisen sollte, so sind diese gering im Vergleich zu dem Gesamthaushalt und den vorstehend skizzierten allgemeinpolitischen Zielen.

Uli Albert Werner Conrad

Mitglied des Ausschusses POG Gruppensprecher

FREIEWÄHLER im Kreistag

des Rheinisch Bergischen Kreises